Ecstasy / XTC / EVE
Was ist Ecstasy ? Ecstacy ist eine amphetaminähnliche, berauschende Substanz, auch XTC oder EVE genannt. Es wird bei Techno-Parties genommen, um ein intensiveres Gefühl für die Musik und die Mitmenschen zu bekommen und die Müdigkeit zu vertreiben. Die gewünschte Wirkung hält 2 bis 4 Stunden an. Wer dann weitertanzen will, wirft eine neue Pille ein. Ohne einen "Downer" wie Haschisch oder Alkohol finden viele keine Ruhe !
Ecstasy ist eine Wunderdroge !? Sie macht auch langweilige Muffel freundlich, kontaktfreudig, dynamisch, voller Kraft und Ausdauer, weder körperlich noch seelisch schmerzempfindlich. Alle Probleme werden im Handumdrehen ausdiskutiert und gelöst.
Scheinbar ! DIE PROBLEME WERDEN NICHT WIRKLICH GELÖST UND LANGFRISTIG SOGAR GRÖßER ! Einigen geht es von Anfang an körperlich schlecht. Schwindel, Zittern, Erbrechen, sogar Halluzinationen sind Wirkungen, die schon nach einer Tablette auftreten. Überhitzung und Austrocknung können zur gefährlichen Überlastung von Herz und Kreislauf führen, bis hin zum Tod. Wird Ecstasy regelmäßig konsumiert, entstehen psychische Störungen wie Depressionen, Angstzustände und Leistungsabfall. Außerdem kann es zu Gehirn- und Leberschäden kommen. Die nagativen Folgen für die Gesundheit werden wir erst in einigen Jahren erleben. Sollen wir solange warten ?
Haschisch / THC / Cannabis
Was ist Cannabis ? Cannabis ist eine Rauschdroge, die aus dem indischen Hanf gewonnen wird und fälschlich als "weiche Droge" bezeichnet wird. Cannabis enthält hunderte von chemischen Verbindungen, darunter ist eine einzige berauschende Substanz. Diese Substanz heißt THC (Tetrahydrocannabinol) !
Wie wirkt dieses THC ? Schon geringe Mengen Haschisch führen zu Stimmungsveränderungen. Dabei geht aber der Bezug zur Wirklichkeit verloren, das Empfinden von Raum und Zeit verändert sich, Konzentration und Aufmerksamkeit lassen deutlich nach. Musik wird "geschmeckt", Farben werden "gehört" ! Nicht selten treten aber auch Übelkeit, Schwindelgefühle, Kopfschmerzen und Kreislaufstörungen auf. Typische körperliche Zeichen sind stark gerötete Bindehäute, vergrößerte Pupillen und ein beschleunigter Puls !
Wie lange hält die THC-Wirkung an ? Man kann nicht vorherberechnen, wie lange sich der Wirkstoff THC auf das Verhalten auswirkt.
Fest steht : Auch nach dem Abklingen des High-Gefühls dauern die beschriebenen Beeinträchtigungen mindestens noch 6 - 8 Stunden fort.
Heroin / Rohopium
Was ist Heroin ? Heroin ist eines der schlimmsten Rauschgifte der "alten Klasse". Seine extreme Wirkung wird inzwischen leider durch eine Vielzahl von Designerdrogen (Ecstasy) übertroffen. Heroin ist ein durch chemische Prozesse aus dem Rohopium des Schlafmohns (Papaver somniferum L.) gewonnenes Pulver mit betäubender und zugleich euphorisierender Wirkung. Und weil die Gefühle heroisch waren, gab man dem Stoff den Namen "Heroin". Doch leider setzte man damit einen gefährlichen Stoff in die Welt ...
Der Effekt : Mitentscheidend für die Wirkung des Heroins sind vor allem der Grundzustand und die Bedürfnisse des Konsumenten, während die Umgebung, in der der Konsum stattfindet, eine eher untergeordnete Rolle spielt. In der Regel wirkt Heroin beruhigend, entspannend und schmerzlösend, gleichzeitig bewusstseinsmindernd und stark euphorisierend. Heroin dämpft die geistige Aktivität und beseitigt negative Empfindungen wie Angst, Unlust und Leere. Probleme, Konflikte und Belastungen des Alltags werden nicht mehr als solche wahrgenommen, unangenehme Wahrnehmungen und Reize werden ausgeblendet. Der Konsument fühlt sich glücklich und zufrieden. Die Wirkungen treten bereits kurz nach der Verabreichung ein.
Das Risiko : Neben der Gefahr einer sich rasch einstellenden Abhängigkeit und den damit verbundenen körperlichen und sozialen Konsequenzen, ist mit dem Heroinkonsum auch eine Reihe akuter Risiken verbunden, die vor allem in seiner starken Wirksamkeit begründet sind. So besteht ein nur geringer Spielraum zwischen Verträglichkeit und toxischer Wirkung, die bereits bei 5 mg einsetzt, wenn jemand nicht an die Substanz gewöhnt ist. Auch eine zuvor gewohnte Dosis kann nach kurzzeitigem körperlichen Entzug bereits zu schwerwiegenden bis tödlich endenden Komplikationen führen. Doch auch anhaltender Heroinkonsum kann mit einer tödlichen Vergiftung enden. Dies ist vor allem dann möglich, wenn infolge der starken körperlichen Gewöhnung und der relativ kurzen Wirkdauer der Substanz die Menge und Häufigkeit des Konsums sehr rasch gesteigert werden müssen, um den körperlichen Entzugssymptomen entgegenzuwirken. Eine Heroinvergiftung zeigt sich in Bewusstlosigkeit, Atemdepression und Kreislaufversagen mit Verlangsamung der Herztätigkeit. Die meisten Todesfälle infolge einer Überdosierung sind auf die Lähmung des Atemzentrums zurückzuführen. Eine mit der Bewusstlosigkeit verbundene besondere Gefahr ist das Ersticken an Erbrochenem. Lungenödeme und Embolien können ebenfalls als Folge einer Heroinvergiftung auftreten. Da Heroin in sehr unterschiedlichen, durch den Konsumenten kaum zu kontrollierenden Qualitäten mit einem Wirkstoffgehalt von bis zu 95% auf dem illegalen Markt gehandelt wird, kann es aufgrund besonders reinen Heroins oder infolge giftiger Beimengungen ebenfalls zu einer tödlichen Überdosis kommen.
Durch den Gebrauch nicht steriler Spritzen entsteht zusätzlich ein großes Risiko, sich beispielsweise mit Geschlechtskrankheiten, HIV oder Hepatitis zu infizieren. Die Abhängigkeit Heroin gilt als das wirksamste, sowohl körperliche wie auch psychische Abhängigkeit erzeugende Suchtmittel, das derzeit bekannt ist. Je nach individuellen Einflussfaktoren kann sich bereits nach kurzzeitigem regelmäßigen Heroinkonsum eine Abhängigkeit mit allen Folgeerscheinungen herausbilden. Heroin wirkt weitaus stärker und mit wesentlich kürzerer Wirkdauer als Morphin. Hinzu kommt eine für Heroin typische sehr rasche Gewöhnung und Toleranzbildung. Als Folge muss die Substanz dem Körper in immer kürzeren Abständen und in immer höheren Dosen zugeführt werden, um den sich schnell einstellenden Entzugserscheinungen entgegenzuwirken. Diese reichen von verhältnismäßig leichten Symptomen wie Schwitzen, Frieren und Zittern bis hin zu starken Gliederschmerzen, Schlafstörungen und schweren Kreislaufzusammenbrüchen. In den meisten Fällen einer Heroinabhängigkeit steht deshalb nicht mehr die euphorisierende Wirkung der Substanz im Vordergrund, sondern es geht vielmehr darum, einen "normalen" Zustand, ohne die beschriebenen Entzugssymptome, aufrechtzuerhalten.
Die Folgeschäden : Durch anhaltenden Heroinkonsum kommt es zu zahlreichen schweren Folgestörungen vor allem körperlicher und sozialer Art. Ein großer Teil der körperlichen Folgeschäden steht dabei in engem Zusammenhang mit der speziellen Verabreichungsform des Spritzens und der allgemein gesundheitsbelastenden Lebensweise Heroinabhängiger. Meist ist eine starke soziale Verelendung zu beobachten, verbunden mit einem ausgeprägten körperlichen Verfall. Zu den häufigsten gesundheitlichen Folgeschäden gehören Leberschäden sowie Magen- und Darmstörungen bis hin zum Darmverschluss, starke Gebißveränderungen durch Karies und Zahnausfall sowie Erkrankungen der Atemorgane, insbesondere der Lunge. Infolge der intravenösen Verabreichung kommt es häufig zu lokalen Infektionen, beispielsweise in Form von Abszessen oder Entzündungen von Lymphgefäßen oder Zellgewebe, zu schweren Schädigungen der Venen und zu Herzentzündungen. Nicht selten ziehen sich Konsumenten im Rauschzustand oder im Rahmen von Hirnkrämpfen Arm-, Bein- oder Schädelbrüche zu. Bei Männern kann es zudem zu Potenzstörungen, bei Frauen zu Menstruationsstörungen kommen. Neben diesen schwerwiegenden körperlichen Folgen sind mit dem chronischen Heroinkonsum vor allem Veränderungen der Persönlichkeit und der sozialen Situation verbunden. Aus dem hohen Bedarf an Heroin und den damit verbundenen Kosten resultieren häufig Beschaffungskriminalität und Prostitution, was im Zusammenhang mit dem starken Drogenkonsum meist bereits innerhalb kurzer Zeit zu Verwahrlosung und sozialer Isolation führt.
|
|
